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05.02.2018


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Briefe an die Österreichische Bundesregierung


Dreizehnter Brief vom 21.10.2016

Freie Welt Bewegung

 Kurt Schrammel

 Gneiserstrasse 22

 5020 Salzburg

 Tel.:0662/821957



Betrifft: Klimaschutz                                                                       Salzburg, am 21. Okt. 2016


Sehr geehrter Herr Minister Andrä Rupprechter !


   Mit großer Freude haben wir vernommen, dass jetzt auch Indien und China hinter den vereinbarten Klimazielen stehen. Es steht jetzt also nichts mehr im Wege, die Sache anzugehen. Wir warten sehnsüchtig auf Ihre Verordnungen. Eines ist klar: wenn wir auf die Freiwilligen hoffen, die so klug sind, von sich aus CO² einzusparen, so sind wir auf dem Holzweg.


   Frau Prof. Helga Krump-Kolb setzt das Maß, um das Herr und Frau Österreicher reduzieren müssen auf minus 80 %, von derzeit fast 10 to auf 2 to jährlich. Und das Ganze bis zur Mitte unseres Jahrhunderts, also bis 2050. Man kann leicht nachrechnen, dass das nur gelingt, wenn wir jährlich um 5 % gegenüber dem Vorjahr abbauen. Das ist ungeheuerlich viel, was wir da zu leisten haben.


   Einer Ihrer Vorgänger, Josef Pröll, hat seinerzeit ein „Klima-Aktiv-Programm“ ins Leben gerufen, bei welchem Betriebe für Klimaschutzmaßnahmen beste Unterstützung bekamen. Der Erfolg dieser Aktion lag bei 50 000 to Einsparung pro Jahr und wurde ganz stolz verkündet. Rechnet man das allerdings einmal nüchtern nach, so sind das bei 90 Mill. to CO² Ausstoß österreichweit so an die 0.05 %. Viel Mühe um nichts! (Bitte um Entschuldigung, Herr Pröll, es war ja wirklich gut gemeint, aber nur mit gutem Willen allein lösen wir das Klimaproblem leider nicht.)


   Wir haben nicht vor, Ihnen Nachhilfeunterricht in Mathematik zu geben, aber ein Vergleich sei uns erlaubt, wie man „von Oben“ Verordnungen machen könnte, um unser Klimaziel einzuhalten:


   Da wäre z. B. ein autofreier Tag pro Woche – das bringt locker 5 % Reduktion für das erste Jahr. Für das 2. Jahr vielleicht ein zweiter autofreier Tag – wieder 5 % eingespart. Nach 7 Jahren und 7 autofreien Tagen sind wir ganz gut auf dem Weg. Dann machen wir ein Flugverbot – bringt auch wieder 5% für das 8. Jahr. Dann gehen wir die Heizungen an, den Schwerverkehr und vor allem unsere Konsumprodukte. So schaffen wir das locker – oder auch nicht?


   Herr und Frau Österreicher werden auf die Barrikaden gehen. Wir wollen keine Vorschriften „von Oben“, wo wir einsparen sollen. Wir wollen selbst entscheiden, wo wir einsparen wollen. Alles, was wir brauchen ist ein Konzept, nach dessen Vorgaben wir uns orientieren können. So etwas wie ein Punkte-System, mit welchem wir „auf spielerische Art“ unser Leben auf die klimarelevanten Vorgaben unserer Erde anpassen können.


   Wir, die Mitglieder der Freien Welt Bewegung, haben so ein Programm, welches einer modernen Demokratie entspricht, erarbeitet und bitten Sie, es umzusetzen. Uns liegt sehr viel an unserer Erde und an unseren Kindern, die sie auch noch brauchen.


   Wir kennen natürlich das Grünbuch. Wenn man es liest, so bekommt man den Eindruck, als ginge alles ganz von selbst. Der Bürger spielt dabei überhaupt keine Rolle, außer dass er vielleicht CO²-Steuer bezahlen darf. Sie und wir, und alle, die noch über einen gesunden Hausverstand verfügen, wissen, dass das ein Wunschtraum ist. Es ist leider der Fluch einer demokratischen Regierung, dass dem Bürger immer geschmeichelt werden muss, um bei den nächsten Wahlen noch punkten zu können.


   Unser letzter Brief vom Frühling, der ebenfalls auf unserer Homepage www.freieweltbewegung.org unter Offizielles ( 12. Brief) zu lesen ist, ist leider unbeantwortet geblieben. Sie haben das Klimaabkommen zwar mit Ihrem Namen, aber doch wohl im Namen des gesamten österreichischen Volkes unterschrieben. Wir fühlen uns genauso verantwortlich für die Einhaltung dieses Versprechens und haben daher das Recht, die von Ihnen geplante Strategie zur Umsetzung einzufordern. Wir wollen eine genaue Berechnung, wie die Reduktion auf 20 % erreicht werden soll.


   Jeder Österreicher muss das wissen, weil Klimaschutz ja eine Herausforderung für uns alle ist. Wir sitzen alle im gleichen Boot und wissen, dass wir das nur mit gemeinsamer Anstrengung schaffen können.


  Herzliche Grüße im Namen unserer Gemeinschaft (mit derzeit 84 Mitglieder)


                                              Kurt Schrammel                                                                               


Beilage: Das CO²-Punkte-Programm  (Sie finden es auch auf unserer Homepage)

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Unsere Briefe an die Bundesregierung sind auch auf unserer Homepage www.freieweltbewegung.org unter„Offizielles“ zu lesen

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